CARLOTTA CASTELLA I GUTIÉRREZ, LOU GATTLEN, NILS LANGE, JÖRG WIESEL
As Judith Butler pointed out, those physical expressions which mis-perform gender have the potential to break with the law of heterosexual coherence and consequently reveal its fabricated nature.
Trans*Körper sind fragmentarisch und in sich widersprüchlich, es sind Körper, die das Geschlecht und seine Beziehung zu Rasse, Ort, Klasse und Sexualität neu ordnen;
Trans*Körper sind Körper, die palimpsestische Identitäten darstellen.
Trans*Körper bringen Hetero-sexualität und die Geschlechterbinarität in eine Erklärungsnot und in eine Existenzkrise.
Trans*sein ist ein Zittern und ein Beben.
Trans*sein bedeutet abtrünnig zu werden.
Die unterschiedlichen Körper, mit denen wir anwesend sind – oder aufgrund derer wir nicht anwesend sein können –, die fühlen und schmerzen, haben in der dominanten Vorstellung nichts mit dem Wissen und den Fragen, die wir produzieren, zu tun. Eine Kernaufgabe trans*formativer Pädagogiken liegt deshalb darin, Vermittlungspraxen zu etablieren, die über Körper und körperliches Erleben ein tieferes Ver-ständnis von Situiertheit innerhalb von Macht- und Gewaltverhältnissen ermöglichen.
In: Katharina Tietze/Anna-Brigitte Schlittler/, Mode und Gender (53-60). Bielefeld: transcript Verlag. https://doi.org/10.14361/9783839468111-004